Keine Rückstellungen für den Nachteilsausgleich bei Altersteilzeitvereinbarungen

Zusammenfassung

  • Bundesfinanzhof lehnte Bildung für Rückstellungen verwendbar für einen Nachteilsausgleich ab, welcher bei Altersteilzeit für die zu erwartend gekürzte Rente zugesagt wurde.
  • Anpassung des Anwendungsschreiben:
    Rückstellung scheidet aus, wenn Nachteilsausgleich an bestimmte Ereignisse gebunden ist. ( z. B. Nachteilsausgleichsansprüche wegen einer Minderung der Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung)
  • Ausnahmen:
    Bleibt der Nachteilsausgleich unabhängig von best. Eregnissen (z.b. Renteneintritt), dann ist eine ratierliche Ansammlung möglich

Hinweise

Als Übergangsregelung dürfen bisher gebildete Rückstellungen planmäßig bis zur Auszahlung oder dem Wegfall des Nachteilsausgleichs weitergeführt werden. Ungeachtet eines steuerlichen Rückstellungsverbots ist im handelsrechtlichen Jahresabschluss weiterhin eine Rückstellung anzusetzen.

WEITERE INFORMATIONEN

Quelle | BMF-Schreiben vom 22.10.2018, Az. IV C 6 – S 2175/07/10002, unter www.iww.de, Abruf-Nr. 205142; BFH-Urteil vom 27.9.2017, Az. I R 53/15